Meerrettich

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Meerrettich

Heilkraft aus der Natur

Rund umher kränkelt es, ich setze auf ein starkes Immunsystem durch eine gesunde Ernährung. Meerettich ist extrem gesundheitsfördernd und hilft unserem Abwehrsystem. Studien belegen, dass es als natürliches Breitspektrum-Antibiotikum wirken kann.

Meerrettich ist extrem gesund

Schon im Altertum war die Vielzahl seiner gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe bekannt. Heute zeigen wissenschaftliche Studien seine gesundheitsfördernden Auswirkungen. 2021 ist die Wurzel sogar Heilpflanze des Jahres geworden.

Reich an Inhaltsstoffen

Die Wurzel ist reich an wertvollen Mineralstoffen, Spurenelementen, ätherischen Ölen und Vitaminen. Sie liefert Vitamin B1, B2 und B6 und enthält sogar doppelt so viel Vitamin C, als eine Zitrone. Darüber hinaus enthält sie Flavonoide (Flavon, Quercetin),  Asparagin, Glutamin, Arginin und organischen Schwefel.

Die enthaltenenen Glucosinolate oder auch Senfölglycoside, müssen für ihren gesundheitlichen Nutzen zunächst zu Senfölen, den sogenannten Isothiocyanaten umwandelt werden. Dieser Prozess passiert allein durch die Weiterverarbeitung (reiben oder schneiden) wodurch die Zellstrukturen zerstört werden. Hierbei entfaltet die Wurzel auch erst seinen typischen Geruch, Geschmack aber auch seine Schärfe.

Traditionelle Heilanwendung

Bei Gelenkentzündungen, Muskelverspannungen sowie bei Nacken- oder Rückenschmerzen findet der Meerrettich eine äußerliche Anwendung. Innerlich wird Meerrettich u.a. zur Verdauungsförderung, bei Infekten der oberen Atemwege sowie bei Infektionen des Harnweges eingesetzt. 

Hochwirksame Senföle
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen seine keimtötende, entzündungshemmende,  durchblutungssteigernde, schleimlösende, immunstärkende, krampflösende und harntreibende Wirkung (1), (2).  Experimentelle Studien deuten zusätzlich auf eine gewisse tumorhemmende Wirkung hin (3), (4).

Eine Studie  zeigte die antimikrobielle Wirkung gegen eine Vielzahl von Erregern (Bakterien, Pilzen und Viren), bis hin zu multiressistenen Keimen.

Eine Kombination aus Meerrettich und Kapuzinerkresse wird seit mehr als 50 Jahren erforscht, das Wirkspektrum der Pflanzen-Kombination entspricht der eines Breitspektrum-Antibiotikums (2).

Meerrettich ist quasi ein Allrounder

Die scharfe Wurzel ist vielseitig einsetzbar. In unseren Küchen verfeinert sie Fleisch- und Fischgerichte, Gemüse und Soßen. Ich esse gerne Sahnemeerrettich und finde, das er zu allem passt, vor allem zu Fisch, Eiern, aber auch zu verschiedenen Fleischgerichten wie Tafelspitz, Roastbeef, Würstchen, und so vielem mehr.

Frisch bringt er dich zum Weinen

Wie bereits erwähnt entfaltet der frische Meerrettich seine Schärfe erst durch das Schneiden oder Raspeln, deshalb empfehle ich auch eine Küchenmaschine zur Zerkleinerung, ansonsten kostet es dich reichlich Tränen.

Wer die Schärfe nicht allzu sehr mag, der kann Meerrettich braten, dünsten oder zu Beginn mit ins Essen geben. Durch die Hitze beim Kochvorgang verschwindet die Schärfe. Auch getrocknet verliert Meerrettich seine Schärfe.

Du kannst ihn leicht selber anbauen

Die genügsame Meerrettich-Pflanze zählt botanisch zu den Kohlgewächsen. Meerrettich kann relativ einfach im eigenen Garten angebaut werden kann. Er ist weder für Schädlinge, noch für Krankheiten anfällig.

Auch die Blätter kannst du essen, sie  ähneln von der Form denen des Sauerampfers. Von März bis Mai eignen sie sich frisch geerntet und fein gehackt als Zugabe in vielen Speisen.

Der besonders begegehrte Pflanzenteil ist die Wurzel. Dieses Wintergemüse wird nur in Monaten mit einem „r“ geerntet. Die Haupternte reicht von Oktober bis in den Januar.

Kühl und dunkel lassen sich die Wurzeln lange aufbewahren. Ein kühler Keller oder die traditionelle Lagerung in feuchtem Sand sind hier besonders empfehlenswert.

Oder kauf ihn

Natürlich kannst Meerettichwurzeln auch in gut sortierten Bioläden oder auf dem Markt saisonal kaufen.

Sahnemeerrettich

Topping, Dipp – was ist es eigentlich? Egal … es schmeckt sehr lecker und ist bei vielen beliebt zum Fisch.

Übliche Produkte enthalten häufig Schwefeldioxid, manchmal wird es auch als E220 bezeichnet. Es dient als Konservierungsstoff und als Antioxidationsmittel. Der Sahnemeerrettich bleibt schön weiss, wobei Zusatzstoffe immer diverse Nebenwirkungen mit sich bringen. Schwefeldioxid schädigt das Darmmikrobiom und es beeinträchtigt die Aufnahme von B1. Bei Allergikern kann es zu asthmatischen Reaktionen kommen (5).

Die Bedeutung des Darmmikrobioms für unsere Gesundheit ist vielen bekannt. Aber welche Bedeutung hat das Vitamin B1 – oder auch Thiamin genannt. Es ist an unser Energiegewinnung aus Kohlenhydraten beteiligt und wichtig für die Reizweiterleitung im Nervensystem. Rund 20-30 % der deutschen Bevölkerung sind laut der Nationalen Verzehrstudie (2008) nicht ausreichend mit B1 versorgt, also ein guter Grund es nicht auch noch über Konservierungsstoffen zu vergeuden.

Meine absolute Empfehlung 

Wenn ich Sahnemeerrettich nicht selber mache, kaufe ich es im Lädchen von Lower carb Leckereien von Sabine Faas. Sabine bietet ihn saisonal an und er ist frei von überflüssigen Stoffen und schmeckt extrem lecker.

Sahnemeerrettich selbermachen

ist schnell hergestellt und hält sich eine Weile im Kühlschrank

  • 50 g frische Meerrettichwurzel
  • 100 ml Schlagsahne
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zitronensaft

Meerrettich schälen in Stücke schneiden und mit der Küchenmaschine reiben. Ich mache es mit dem Thermomix, kurz etwa 5 Sekunden auf Stufe 8-10 reiben, die übrigen Zutaten dazu geben und alles vermischen. In ein Glas umfüllen, mindestens einen Tag ziehen lassen und genießen.

 

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Quelle
(1) Kim H-Y, Phan-a-god S, Shin I-S. Antibacterial activities of isothiocyanates extracted from horseradish (Armoracia rusticana) root against Antibiotic-resistant bacteria. Food Science and Biotechnology 2015; 24: 1029-1034.
(2) Chrubasik-Hausmann S. Kapuzinerkresse plus Meerrettichwurzel. In. 2019.
(3) Ma YS, Hsiao YT, Lin JJ et al. Phenethyl Isothiocyanate (PEITC) and Benzyl Isothiocyanate (BITC) Inhibit Human Melanoma A375.S2 Cell Migration and Invasion by Affecting MAPK Signaling Pathway In Vitro. Anticancer Res 2017; 37: 6223-6234.
(4) Soundararajan P, Kim JS. Anti-Carcinogenic Glucosinolates in Cruciferous Vegetables and Their Antagonistic Effects on Prevention of Cancers. Molecules (Basel, Switzerland) 2018; 23: 2983.
(5) https://cordis.europa.eu/article/id/91812-dispensing-with-sulphur-dioxide-in-food/de