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Getreide ?

… nichts für meine Gesundheit

Ich esse getreidefrei! Getreide enthält mir zu wenig Nährstoffe und schädigt meinen Körper.

Getreide ist in der LowCarbHighFat-Ernährung tabu und dafür gibt es gute Gründe.

# Getreide | hoher Kohlenhydratanteil

Die Ernährung besteht üblicherweise aus 50-60 % Kohlenhydraten. Die großen Kohlenhydratmengen aus Getreide und anderen Quellen führen zu starken Blutzuckerreaktionen, die durch eine hohe Insulinausschüttung abgefangen werden müssen um Zellschäden zu vermeiden. Ein Abfallen des Insulins signalisiert dem Körper in kurzer Zeit Hunger, so dass schnell wieder etwas gegessen werden muss.

Häufige Mahlzeiten und Snacks überfordern den Stoffwechsel. Ein gestörter Blutzucker- und Insulinhaushalt, vermehrt auftretende Insulinresistenz bis zu Diabetes sind die Folgen. Auch Probleme mit dem Abnehmen oder unkontrollierbare Gewichtszunahmen stehen hiermit in Verbindung.

 

Die LowCarbHighFat-Ernährung ist kohlenhydratarm, hierdurch kommt es zu einem ausgewogenen Blutzuckerspiegel. Die belastende Blutzucker- und Insulinachterbahn entfällt.

# Getreide | wenig Nährstoffe

Sie bringen viel Energie bei wenig verwertbaren Nährstoffen. Dies ist ein Grund der Nährstoffmangelversorgung wie es die Internationale Verzehrstudie von 2008 zeigt.

Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Aminosäuren und Fette sind die lebensnotwendigen Nährstoffe. Fehlt nur einer, sind wir Tod. Sind sie nicht in ausreichender Menge da, ist der reibungslose Ablauf im menschlichen Körper gestört. Es entwickeln sich Wehwehchen und Krankheiten.

Kohlenhydrate ist der einzige Nährstoff, der nicht essenziell ist, wir könnten auch ohne ihn auskommen. Der Körper verfügt nur wenig Gewebe, das auf Glukose angewiesen ist. Dies sind die weißen und roten Blutkörperchen und das Nierenmark. Alles andere liebt Ketone, die Energiequelle aus Fetten.

Gemüse bringt wenig Kohlenhydrate mit deutlich höheren Mikronährstoffanteil. Für mich die bessere Wahl!

# Getreide | ungünstige Fettsäure

Getreide ist reich an Omega-6-Fettsäuren. Gesundheit benötigt ein ausgewogenes Verhältnis von Omega-6-Fettsäuren zu Omega-3-Fettsäuren von maximal 3:1.

Die übliche Ernährungsweise führt zu einem Ungleichgewicht von etwa 20:1 oder zum Teil noch ungünstiger. Omega-6-Fettsäuren wirken entzündungsfördernd. Sie fördern Blutgerinnsel, verengen Blutgefäße und begünstigen Zellwucherungen. Der Gegenspieler Omega-3 hemmt diese ungünstigen Prozesse erweitert Gefäße und sorgt für einen reibungslosen Blutfluss. Es ist ein wichtiger Nährstoff zur Senkung von jeglichen Entzündungsprozessen.

Mein Fettsäureprofil liegt bei 2:1, ich überprüfe es regelmäßig! 

Nimm Kontakt auf! Falls Du wissen möchtest, wie es dein Fettsäureprofil aussieht und wie dein Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren ist.
Im Rahmen meiner Omega-3-Beratung biete ich auch eine Fettsäure-Analyse an.

# Getreide | viele Antinährstoffe

Antinährstoffe sind biologische Verbindungen und Moleküle, die keinen Nährwert haben, sondern den Körper schädigen und die Aufnahme von Nährstoffen behindern. Gluten ist wohl der bekannteste Antinährstoff, dazu gehört aber auch noch Lektin und Phytinsäure. Diese Stoffe dienen der Pflanze als natürliche Schutz- bzw. Verbreitungsmechanismen. Sie sorgen dafür, dass der Samenkorn den Verdauungstrakt unbeschadet passiert und mit einer guten Nährstoffversorgung „gesät“ wird.

Kurzfassung | Phytinsäure blockiert die Aufnahme von Mineralstoffen, Lektine und Gluten greifen die Darmwände an. Und dann gibt es noch die Enzyminhibitoren, die blockieren die Verdauung.

Gluten | Klebeeiweiß

Gluten besteht aus zwei verschiedenen Proteinen — Glutein und Gliadin.

Gliadin beeinflusst den Öffner der Darmbarriere und führt zu einer erhöhten Durchlässigkeit zwischen den Darmzellen. Diese Schleuse dient normalerweise dem Nährstoffübergang ins Blut. Gliadin macht die sog. Tight Junktions für Unverdautes und Schadstoffe passierbar. Hierdurch entwickeln sich Entzündungsreaktionen und das Immunsystem ist im Dauereinsatz. In der Wissenschaft wird diese Entwicklung mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht, hierzu gehören neben Zöliakie, sämtliche Erkrankungen, die mit Entzündungsreaktion im Zusammenhang stehen … eigentlich fast alles was zu unseren Zivilisationskrankheiten gehört. Anfangen von Allergien, über Rheuma bis zu Krebs.

Glutenhaltige Getreidesorten sind Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Grünkern, Emmer, Einkorn, Kamut und Triticale.

Lektine | Biowaffe für ein gutes Keimen

Der Mensch besitzt keine Enzyme um Lektin aufzuspalten. Sie gelangen in den Darm und binden sich an die schützende Darmschleimhaut und können diese schädigen. Aus Studien ist bekannt, das Lektin aus Weizen im menschlichen Körper Entzündungsbotenstoffe wie TNF-α, IL-β, IL-12 und IFN-γ aus sendet. Gerade Vollkorngetreide enthält besonders viel Lektin.

Phytinsäure | Nährstoffbinder

Die Pflanzen geben ihren Keimlingen mit Phytinsäure perfekte Wachstumsvoraussetzungen, wodurch sie Phosphat und Mineralstoffe wie Kalium-, Magnesium-, Calcium-, Mangan-, Barium- und Eisen(II)-Ionen speichern können. Besonders viel Phytat ist in Weizen, Gerste und Roggen, aber auch in Mais, Soja und Hülsenfrüchten zu finden.

Diese komplexbindende Eigenschaft macht auch vor dem Menschen kein Halt. Im Magen und im Darm bindet sie vorhandene Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink unlöslich. Sie stehen somit dem Körper nicht mehr zur Verfügung. D.h. Sie sind trotz ihres hohen Mineralstoffgehaltes als Mineralstoffquelle nur beschränkt geeignet ist.

# Getreide | Unverträglichkeiten auf dem Vormarsch

Immer mehr Menschen reagieren auf Getreide. Dies liegt vor allem daran, das durch Züchtungen der Glutenanteil für bessere Backeigenschaften zunehmend erhöht wurde. Hinzu kommen Veränderungen in den Fertigungsprozessen. Fermentierungsprozesse, wie beim Sauerteigbrot machen die Antinährstoffe teilweise unschädlich, so dass es besser vertragen wird.

Die LowCarbHighFat-Ernährung verzichtet auf Getreide und setzt auf die gesünderen Alternativen. Kein Verzicht, sondern ein großer Gewinn für die Gesundheit.